Interview: Tobias Wirth

Gerade erst haben wir es wieder gesehen, das bunte Treiben der Fashion Branche auf der Berlin Fashion Week. Diese lebt natürlich nicht nur von den Designern und Models, sondern auch von ihnen: den Modefotografen, denn schließlich findet sich nicht jeder auf den heiß umschwärmten Gästelisten wieder, sondern muss sich darauf verlassen, dass es Profis wie Tobias Wirth gibt, die das Prickeln der Fashionbranche gekonnt auf Fotopapier einfangen und einem bis an den heimischen Bildschirm bringen.

Backstage, nicht backwoods

Tobias Wirth kam eigentlich aus einer verschlafenen Ecke Baden-Württembergs, bevor er sich dann ein Herz fasste und beschloss, seiner fotografischen Leidenschaft in der pulsierenden Hauptstadt, Berlin, professionell nachzugehen. Gute Entscheidung, muss man neidlos anerkennen – besonders wenn man die Liste der Publikationen betrachtet, in die er es bereits mit seinen Arbeiten geschafft hat. Hier finden sich neben dem Kinky und dem Traffic Magazine auch die italienische LUI und vor allem die Vogue Italia als Auftraggeber wieder. Wenn es um Fashion geht, interessiert Tobias Wirth aber nicht nur die makellose Endversion, sondern auch der Entstehungsprozess – einer der Gründe, warum er sich über längere Zeit der dokumentarischen Fashionfotografie und der Fotografie backstage gewidmet hat. Man merkt ihm an, dass seine Wurzeln in der Portraitfotografie liegen, denn seine Modefotos sind nie eine bloße, seelenlose Ablichtung von Schnitt, Material und Styling, sondern schaffen vielmehr eine intime Bindung zwischen Licht, Perspektive und dem Model. Gut so.

Wer sich vom Talent Tobias Wirths selbst überzeugen will, dem sei (neben anderen Gründen) auch die Juli-Ausgabe des Fashion Daily ans Herz gelegt, für die er exklusiv die Strecke „Secret Views“ fotografierte.

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