Im Interview: Jürgen Mayer H.

Vielleicht ist der Architekt Jürgen Mayer H. ja deshalb in den letzten Jahren so durchgestartet, weil er „naiv“ (oder „offen“, wie ihn die Leiterin der Architektursammlung der Berlinischen Galerie Ursula Müller sogleich verbesserte) an die Formen, die uns alle so umgeben, herangeht, um sie dann aber auf dem höchsten Niveau der Technik für seine Raumexperimente auszubeuten. Im Berliner Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur zeigt Mayer nun eine Teppich-Rauminstallation und 3-D-geplottete Skulpturen, die er aus Datensicherungsmustern, wie man sie von der Finanz- und Steuerkorrespondenz kennt, ableitete. Uns erklärte er das Gesetz der Serie, neue Funktionen des Ornaments und warum Architektur auch nur ein Briefumschlag ist.