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Plugged: Heidi Mortenson - Sult (live)

Heidi Mortenson

Die aus Dänemark stammende Komponistin, Produzentin und Sängerin Heidi Mortenson begann ihre Karriere Anfang 2000 in Berlin und brachte seitdem viele Alben und Videos heraus.

Ihr Stil

Ihren Musikstil könnte man im weitesten Sinne als elektronisch bezeichnen, was es auch leichter macht, experimentelle Elemente einfließen zu lassen. 2012 erschien mit der EP "Mørk" das letzte von bisher sechs Alben, darunter auch etliche Remixe. Heidi ist zudem ein Sprachtalent - sie beherrscht Englisch, Spanisch, Deutsch und ein wenig Norwegisch und Schwedisch. Ihre Texte erscheinen zunächst leicht verständlich, haben aber immer auch eine zweite tiefere Bedeutungsebene. Heidis Pseudonym nosnetrom, unter dem sie am Anfang ihrer Karriere auftrat, ergibt sich übrigens aus der rückwärtigen Schreibweise ihres Nachnamens und sollte verschleiern, welchen Geschlechts der Künstler ist. So ließ sie sich auf Fotos dieser Zeit auch gerne mal mit Oberlippenbart ablichten. Da der Song "Hurt Machine" der 2007 veröffentlichten Scheibe "Don't Lonely Me" in Nordamerika Berühmtheit erlangte, weil er in "The L Word – Wenn Frauen Frauen lieben" Verwendung fand, verwundert es folglich auch nicht, daß Heidi schon länger als Rolemodel des hiesigen Undergrounds und hier vor allem der Queer Szene gefeiert wird. 2007 gab sie bekannt, daß sie wie ihr Vater und Großvater am Asperger-Syndrom leide, das andererseits aber auch für die Herausbildung verschiedener Inselbegabungen verantwortlich gemacht wird. Ob es sich bei Heidi um ein Ausnahmetalent handelt, könnt ihr nun beim Anschauen dieses Livemitschnitts des bisher unveröffentlichten brandneuen Songs "Sult" selbst herausfinden.