Leuchttafel Lido

Dienstag 20 Uhr, Schlesische Straße. Man konnte schon in der Ferne eine Leuchttafel erkennen, die den bevorstehenden Act ankündigte - Oddisee & Good Company! 

Je näher man kam, desto mehr Menschen liefen einem über den Weg und da war sie. Eine Schlange aus Menschen. Alle warteten. Alle wollten rein, ins Lido.

Man muss dabei anmerken, dass der Einlass schon um 19 Uhr war. Aber wer kommt schon direkt zum Einlass? Ich auf jeden Fall nicht. Und ein Haufen anderer Leute auch nicht. Meistens steht man sich sowieso die Beine in den Bauch bis der erste Act anfängt. 

Den support auf der "The Good Fight" Tour von Oddisee macht Juju Rogers, 25 Jahre jung und geboren in Schweinfurt. Der junge Rapper kam ganz locker und easy daher, stellte sich auf die Bühne, begrüßte das Publikum und freute sich über jedes bekannte Gesicht in den Reihen. An dieser Stelle mal props an seine Homies, die ihn unterstützen. Er freute sich wirklich!

Juju Rogers on stage

Juju Rogersist cool. Er wirkt sehr symphatisch auf der Bühne und performte souverän. Sein Cousin an den Turntables pumpte die Beats und schuf dabei eine Old Skoolige Atmosphäre. Die Beats waren alle sehr clean, minimalistisch und soulig angehaucht. Seine Lyrics waren straight und auf den Punkt.

Bei seinem Track "Officer" wurde die Menge mal eben eingeheizt den Mittelfinger gegen die Cops zu erheben - "Fuck the Police" hieß es dann. Daraufhin brannten auch schon die ersten Joints. In dem Song selbst geht es aber um Cops, die ihre Machtposition gerne mal ausnutzen um andere zu unterdrücken und fertig zu machen. Ich schätze Juju spricht da aus Erfahrung. Auf jeden Fall ein guter Geschichtenerzähler der seine Texte und seine Musik mit dem Herzen fühlt - Peace. 

Seit dem 3. Juli 2015 gibt es sein Album "From the Life of a Good-For-Nothing" zukaufen. Checkt das auf jeden Fall aus, lohnt sich. Ich ärgere mich auf jeden Fall, dass ich keine CD mitgenommen habe.

Juju Rogers on stage2

Nun es war aber auch schon so langsam Zeit für den Hauptact. Oddisee war am Start mit seiner Band Good Company (ins dt. heißt good companyso viel wie gute gesellschaft).Die Crowd war tatsächlich in guter Gesellschaft. Nicht nur weil ich da war, nein, sondern weil Oddiseemal eben mit Live Band performte. Roots Style kann man sagen. 

First Song

Nach seinem dritten Full-Length Album Release im Frühjahr 2015 war es nun soweit die Platte auch in Berlin zu promoten. Der Saal war voll und die Crowd war gut drauf. Juju Rogershatte sie definitiv angewärmt und RapperOddiseemachte den Rest. Die Tüten brannten, die Luft wurde besser und die Beine bewegten sich immer schneller. Der Sound war einfach nur bombastisch. Eine Hip-Hop Live Band hat es tatsächlich in sich.

Oddiseespielte Songs von alt bis neu und das Zusammenspiel zwischen Musik und Rap war einfach nur geil. Rapper, sowie Band beherrschen ihr Handwerk. Tracks wie "Own Appeal" kamen ziemlich nice und groovy, und Songs wie "First Choice" gingen einfach nur unter die Haut. Auf jeden Fall derbe Props an dieGood Company.Und damit meine ich nicht nur die Band.

Oddisee on stage

Das Album"The Good Fight"gibt's seit einigen Monaten im Handel und kann ganz locker und easy beiHHV geshoppt werden. Ziemlich geiles Ding mit sehr vielen Soul Einflüssen. Texte inspiriert durch seine Heimatstadt, Langeweile die einen umgeben kann und Ungleichheiten mit denen man im täglichen Leben zu kämpfen hat.

Juju Rogers am Merch

War auf jeden Fall ein geiler Abend im Lido. Peace & Love toJuju Rogers undOddisee & Good Company.Wir sehen uns bei der nächsten Show.

Hier noch mal eine kleine Kostprobe vom Track "Officer" vom aktuellen Album Juju Rogers:


Und noch ein Song vom aktuellen Album Oddisees "The Good Fight":