Der Original Qaçak hat es endlich geschafft auch mal in Berlin anzuklopfen. Sein aktuelles Album „Baba aller Babas“ ist in aller Munde und der ein oder andere Shisha-Rapper könnte sich für seinen Pussy Rap schämen. Der Bira war nämlich haps, wegen eines Überfalls auf einen Goldtransporter. Real Gangster eben. Da lassen sich Textzeilen definitiv authentischer füllen, als von manch anderen. 


Das Lido: Ausverkauft!

War irgendwie zu erwarten, dass das Konzert ausverkauft sein wird. Das Publikum: sehr bunt gemischt von gut bürgerlicher Topfschnitt Frisur bis hin zum kleinem Kurden mit Länderflagge. Alle wollen sie den Baba sehen. Mit dabei, als Support, ist die Rebell Comedy CrewmitPU & Khalid. Man kommt sich vor wie einer Comedy Show. Die Jungs versuchen die gute Laune, die Vorfreude, und die Erwartungen aus der Crowd heraus zu kitzeln und diese mit Comedy zu untermalen, dass auch wirklich jeder einzelne im Saal Bock auf den Live Auftritt hat. Manchmal ein bisschen zu überheblich und aufgesetzt, aber Mission definitiv accomplished. 


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Plusmacher

Der zweite Support auf der Tour ist Plusmacher. Er ist gesigned auf dem neuen Label Xatars, Kopfticker-Records.Auf jeden fall viel zu viel Wirbel um Flous, wenn ihr mich fragt.

Wer ist dieser Plusmachereigentlich? Ich weiß es nicht und weiß auch nicht, ob ich es überhaupt noch wissen will. Sein Schnauzer hat Style. Das muss man ihm lassen. Sein Rap war möchte-gern. Zu viel Gelaber und Show für jemanden, den man nicht kennt und für den man sich auch nicht interessiert. Wo ist da die Realness? Das Publikum 10 Minuten damit zu nerven, in die Hocke zu gehen und beim Beat loszuspringen ist auf jeden fall ganz schönSunrise Avenue.Vor allem nervt er solange, jeder einzelne sich in die Knie zwingen lässt, damit die Show endlich weiter gehen kann. 


Endlich Zeit für den Baba

Schon wieder zu viel Wirbel um Flous würde ich meinen. Im Vorhinein wurden schon Ideen geschmiedet, wer denn wohl als Backup mit dabei sein wird oder wen es als Feature auf der Bühne zu sehen gibt. Leider hätte man sich die Gedankenspinnerei schenken können. No Features, no backup, aber dafür Schlagzeug. Xatar mit Live Schlagzeuger um den Sound noch einmal nach vorn zu drücken. Das hat schon echt Stil, wenn man jemanden an den Drums hat, der dir den Beat spielt. Allerdings gehen einige der schönen Beats unter, bei der Lautstärke, die ein Schlagzeug erzeugt. Dadurch nimmt die Qualität einiger Songs, wie zum Beispiel Justizia, ab, weil man nur Schlagzeug hört und nicht das was man eigentlich hofft zu hören - Die Melodie. 

Xatar


Ein wenig verwundert bin ich auch immer noch über die Zugabe vom Baba.Iz dagleich zwei mal live gehört. Das Artists zwei mal den gleichen Song kicken, kenne ich bis jetzt nur vonKanye WestundJay-Zund ihrem Gig in Paris.Niggaz in Parisgleich 10 mal als Zugabe gespielt. Hat Xatar vielleicht vergessen, dass er den Song schon gespielt hat? Ich weiß es nicht, aber es war sehr schade, denn es gibt noch so viele andere Songs, die man vom Bira gern hören wollte. 

Ich, als einer der gutbürgerlichen Besucher (ohne Topfschnitt) habe auch erwartet, dass Xatar ein bisschen mehr erzählt zwischen den Tracks. Man, der Baba war im Knast. Für jeden Normal Bürger sind Stories aus dem Knast und das Leben in Freiheit doch voll interessant. Es gibt einmal ein: „Scheiß auf die Bullen“. Das ist alles. Vielleicht lag es an der Aufregung oder doch daran, dass keine Feature Artist mit dabei war. Man weiß es nicht.

Alles in allem, cool den Baba mal auf der Bühne gesehen zu haben, aber da hätte definitiv mehr gehen können.