Im Interview: Steve Schapiro

Die Anfänge

Steve Schapiro wird 1934 in New York geboren und hält mit neun Jahren zu ersten Mal eine Kamera in den Händen. Er fotografierte alles, was ihm vor die Linse läuft, bevorzugt das alltägliche Leben auf den Straßen New Yorks. Seine Ausbildung macht Schapiro bei dem amerikanischen Fotografen W. Eugene Smith. Jahrelang fotografierte Steve Schapiro sozialkritische Serien wie Drogenabhängige in East Harlem oder das Leben amerikanischer Einwanderer. Diese Bilder schickte er immer wieder zum "Life"-Magazin – so lange, bis er 1961 seinen ersten Auftrag erhält.

Auf den Spuren der Stars

Durch seinen Auftraggeber, dem "Life"-Magazin, fotografiert Steve Schapiro die J.F. Kennedy und Jacky Kennedy. 1968 begleitet er Robert "Bobby" Kennedy auf seinem Wahlkampf und wird ein guter Freund des Bruders von John F. Kennedy. Der große Foto-Coup ist jedoch gleichzeitig ein trauriges Ereignis: Schapiro wird im April 1968 von "Life" nach Memphis, Tennessee, geschickt, wo er die Ermordung von Martin Luther King fotografisch dokumentieren soll. Er ist der erste in dem Hotelzimmer des ermordeten Bürgerrechtlers. Generell sind es Fotos von großen Persönlichkeiten, die Schapiro in den 60er- und 70er-Jahren den Erfolg sichern. Er fotografiert David Bowie für sein Plattencover, Muhammed Ali fotografiert er in seinen privaten vier Wänden, Tina Turner mit ihrem damaligen Mann Eik Turner Standen ihm Portrait und Marlon Brando und Barbara Streisand hielt er auf Foto fest.

Fotografie und Film

Steve Schapiro entwickelte mit den Jahren auch ein großes Interesse für die Filmwelt. So fotografierte er an Filmsets unter anderem von Martin Scorseses. Schapiros Bilder vom Filmset von "Taxi Driver", "Der Pate" und vielen weiteren sind legendär und wurden 2010 in einem Bild