Freshmilk.TV schaute sich die Performance POWEr by artificiel im Rahmen der transmediale.10 und dem Club Transmediale 2010 im Haus der Kulturen der Welt an.
Bei der Performance POWEr dient ein Tesla-Transformer, der 1891 von Nikola Tesla erfunden wurde, als einzige Bild- und Tonquelle.
Das Stück stellt mit bestechender Eindringlichkeit dar, wie Zeitlosigkeit, physische Energie und digitale Signale neue performative Phänomene bilden können.
transmediale.10 Futurity Now! Trotz beeindruckender Fortschritte der Technik in den vergangenen Jahrzehnten, mit deren Hilfe sich der moderne Mensch nahezu über alle Grenzen von Raum und Zeit hinweg setzen kann, ist und bleibt das Vor- und Zurückreisen in der Zeit eine Fiktion - und somit ein unstillbarer Wunsch des Menschen. Dieser Wunsch nach selbstbestimmter, physischer Raum- und Zeitänderung hat sich jedoch (oder gerade deshalb) in Literatur und Film manifestiert und bildet damit ein kulturelles Element in der Entwicklungsgeschichte des Homo Sapiens. Einige der berühmten Science-Fiction-Romane aus dem 19. und 20. Jahrhundert behandeln das Jahr 2010 als Synonym für die Zukunft schlechthin - nicht selten entwarfen die Autoren utopische Szenarien mit fliegenden Fortbewegungsmitteln oder gar Raumschiffen möglicher anderer Bewohner des Universums. Dieses Zusammentreffen von Vorstellungen über die Zukunft und zeitgenössischer Wirklichkeit ist Thema der transmediale.10. Futurity Now! liefert in Ausstellungen und medialen Performances eine Bestandsaufnahme der visuellen und technischen Möglichkeiten im Jetzt - allerdings nicht ohne die Erkenntnis zu liefern, dass die Zukunft durch aktuelle Handlungen bereits mitbestimmt wird. Somit lautet die Ausgangsfrage jedes Wunsches nach Veränderung nicht, was die Zukunft uns bietet, sondern was wir ihr bieten können.
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